Timphu

Thimphu

Thimphu
 

Thimphu ist vielleicht die ungewöhnlichste Hauptstadt der Welt. Die lebhafte Stadt liegt am Thimphu- Fluss und zieht sich bis in die Hügel des Thimphu-Tals hinein. Hier lebt die königliche Familie, hier arbeiten die Regierung und die Gerichte, hier befinden sich Botschaften und die Büros von Entwicklungsexperten.

Am Ufer des Flusses ragt der Tashichho Dzong auf, das wichtigste Regierungsgebäude, in dem sich der Thronraum Seiner Majestät, des Königs von Bhutan befindet. Die Nationalversammlung trifft sich in einem neuen Gebäude auf der anderen Seite des Flusses. In den wärmeren Sommermonaten hält sich auch die Führung Mönchsgemeinde unter der Leitung Seiner Heiligkeit, des Je Khenpo, in dem Dzong auf.

Direkt neben dem Dzong befindet sich Bhutans einziger Golfplatz, ein Neun-Loch-Platz, der bei den Bewohnern von Thimphu sehr beliebt ist und auch von Besuchern zur Entspannung nach Besichtigungen genutzt werden kann. Bhutans Nationalbibliothek ist nicht weit entfernt von der Thangka-Malschule und verwahrt vermutlich die beste Sammlung religiöser und historischer Literatur im Himalaja.

Ebenfalls in der Nähe der Malschule liegt das Krankenhaus, in dem die bhutanische Form der Himalaja-Medizin praktiziert wird. Ein deutlicher Markierungspunkt in der Stadt ist der Erinnerungs- Chorten, den die Mutter des dritten Königs 1974 für ihren Sohn errichten ließ. Bhutaner verneigen sich in Respekt vor seinem Foto im Innern des Chorten. Aber Thimphus Charme besteht nicht nur aus seinen historischen Gebäuden oder dem Reichtum der Museen. Er der erschließt sich viel stärker bei einem Bummel durch die Hauptstrasse und einem Besuch der Läden, die alle in traditionellen Dekorationen gestaltet sind. Die Ladenbesitzer helfen gerne und bemühen sich auch den geringsten Wunsch zu erfüllen.

Viele Läden bieten Kunsthandwerk und Textilien für Besucher an, einige haben sich jedoch auch spezialisiert. So kann etwa Bhutans farbenfrohe und motivreiche Briefmarkensammlung im Postamt bewundert und gekauft werden.

Auch die wichtigsten Banken befinden sich an der Hauptstrasse, und man kann Filme für Papierabzüge kaufen, nicht jedoch für Dias. Inzwischen haben mehrere neue Hotels geöffnet.

Erst seit 1998 sind bunte Neonreklamen in der Hauptstadt zu sehen, mit denen Läden auf ihre Waren aufmerksam machen.

Thimphu passt sich der Moderne an, aber es gibt immer noch keine Ampeln. Bis weit ins 21. Jahrhundert hinein wird Thimphu zudem die sauberste Hauptstadt der Welt bleiben. In immer zahlreicher werdenden Restaurants können Touristen bhutanische und indische Küche genießen. Dort treffen sie auch die Einheimischen, die sich ganz gelassen Zeit zum Essen nehmen. Die Schweizer Bäckerei im Stadtzentrum ist zudem ein beliebter Treffpunkt, um Kaffee und Kuchen zu probieren.

Jeden Samstag und Sonntag versammeln sich zahlreiche Bewohner Thimphus und des ganzen Tals am Ufer des Flusses, um den Wochenendmarkt zu besuchen. Hier gibt es frisches Gemüse, so dass die Stadt sonntags morgens am aktivsten ist. Die Felder neben dem Markt werden am Wochenende dann auch für Basketballspiele und Bogenschiesswettbewerbe genutzt. Und so beobachtet man zuerst die Geschäftigkeit des Markts und spaziert dann am Fluss entlang zu den Bogenschützen, die in der einheimischen Tracht, die Kho genannt wird, das Wochenende damit verbringen, ihre Pfeile ins Ziel zu versenken.

Von Bhutans Hauptstadt aus kann man zudem sehr schöne Tageswanderungen unternehmen. Zum Kloster Phajoding geht man von der Mothithang- Gegend in Thimphu etwa drei Stunden. Der Anstieg ist steil und wird ungeübte Wanderer auf die Probe stellen, doch sie werden am Ziel durch atemberaubende Blicke über die Stadt und unterwegs durch eine herrliche Flora entschädigt.

Andere Tagesausflüge können zu den Klöstern Tango oder Cheri führen - auch jeweils etwa drei Stunden von der Hauptstadt. Weniger ambitionierten Wanderern sei der Weg zum Telegraph Hill empfohlen, der hinter dem India House ansteigt. Tausende von Gebetsfahnen flattern oben vor der Aussicht auf Thimphu. Unterwegs kann man den Tashichho Dzong, den Golfplatz, den Fluss und die Häuser der Stadt bewundern.

Etwa acht Kilometer außerhalb der Stadt steht auf einem scharfen Bergkamm der Simtokha Dzong aus dem Jahr 1627, womit er wohl der älteste des Landes ist. Er beherbergt heute die Schule für Buddhistische Studien. Von hier führt die Strasse weiter zum Dochu-Pass und nach Ostbhutan. Das königliche Managementinstitut befindet sich in einem Tal unterhalb des Simthokha Dzong.

Tashichhoedzong Thimphu

Tashichhoedzong Thimphu

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